Erektionsprobleme? Oft liegt es nicht am Körper, sondern am Druck
Viele Männer denken, eine Erektion müsse einfach funktionieren, auf Knopfdruck und immer. Wenn es einmal nicht klappt, beginnt das Kopfkino: «Was, wenn es wieder passiert?» Genau dieser Gedanke macht es beim nächsten Mal noch schwieriger.
Die Erektion als Prüfung
In der Beratung höre ich oft: «Früher ging es problemlos, und jetzt macht er nicht mehr mit.» Aus dem Liebesspiel ist unbemerkt eine Leistungsprüfung geworden. Wer bei der Selbstbefriedigung vor allem im Aussen ist, zum Beispiel weil dabei zusätzlich Pornos laufen, ist nicht mit dem eigenen Körper verbunden und spürt wenig. Und ohne Spüren keine Erregung.
Erregung ist lernbar
Sexuelle Erregung ist keine Naturgewalt, die entweder da ist oder nicht. Sie hängt davon ab, wie wir berührt werden, wie wir atmen, wie wir uns bewegen und wie viel Aufmerksamkeit wir dem eigenen Körper schenken. Das alles lässt sich lernen und verändern, auch Jahre nach den ersten sexuellen Erfahrungen. Mit dem Sexocorporel-Ansatz arbeite ich genau daran.
Ihr Experiment für die Selbstbefriedigung
Nehmen Sie sich Zeit für eine Berührung, bei der die Erektion ausdrücklich keine Rolle spielt. Es geht nur darum, zu spüren, was angenehm ist. Beobachten Sie, was mit dem Druck passiert, und verändern Sie Druck und Reibung. Wenn möglich, verzichten Sie auf Pornofilme und nutzen Sie stattdessen Ihre eigene Fantasie.
Wichtig: Bleiben Erektionsprobleme über längere Zeit bestehen, lohnt sich zuerst eine ärztliche Abklärung. Ich begleite Sie gerne in einer Beratung, allein oder als Paar.
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